Michael, 29. September

Information:

Michael, Erzengel, gilt als Vorkämpfer der Gott treu gebliebenen Engel gegen Luzifer, der sich gegen Gott aufgelehnt hatte. Der Michaels-Kult verbreitete sich über das ganze Abendland. Seit dem Mittelalter wird er als Schutzherr der Christenheit verehrt, als Überbringer der Opfergaben der Menschen zum Throne Gottes und als Geleiter der Seelen nach dem Tode. 591 soll der Engel in Rom, wie zeitgenössische Quellen berichten, auf dem Dach des gewaltigen Hadrian-Mausoleums erschienen sein. Seither wird das Gebäude „Engelsburg“ genannt. 709 wurde, ebenfalls auf Grund einer Vision, auf einer Felseninsel vor der Küste der Normandie die Basilika Mont Saint Michel errichtet. Oft wurden Michaelskirchen an Kultstätten des germanischen Göttervaters Wotan (Odin) erbaut, denn so wie dieser nach dem germanischen Götterglauben die gefallenen Helden nach Walhall berufen haben soll, so soll St. Michael die Seligen ins Paradies geleiten. Der Erzengel wurde zum Patron der ganzen katholischen Kirche und zum Patron der Deutschen („der deutsche Michel“) ernannt. Weiters ist er Schutzheiliger der Armen Seelen, der Sterbenden sowie gegen Blitz und Unwetter. In jüngerer Zeit kamen noch die Patronate für die Bankangestellten und die Radiomechaniker dazu.

Bauernregel:

  • Um Sankt Michael, in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat.
  • Bleiben die Zugvögel noch nach St. Michael da, so wird bis Weihnachten mildes Wetter sein.
  • Wenn die Vögel nicht zieh'n vor Michael furt, so wird es nicht Winter vor Christi Geburt.
  • Fallen die Eicheln vor Michael ab, so steigt der Sommer früh ins Grab.
  • Netzen die Erzengel ihre Flügel an, so werden wir Regen bis Weihnachten ha'n.
  • Sankt Michael zündet's Licht an, Sankt Josef (19.3.) löscht's erst aus.
  • Michaelis Wein wird süß und fein.

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