Peter und Paul, 29. Juni

Information:

Paulus (Paul), der „Völkerapostel“, wurde in Tarsos (Kleinasien) als Sohn streng-gläubiger jüdischer Eltern - der Vater war Pharisäer und von Beruf Zeltmacher - geboren. Saulus, so lautete sein ursprünglicher Name, erhielt eine hervorragende Ausbildung, wurde ein pharisäischer Gesetzesfanantiker - und ein Todfeind des jungen Christentums. Er war bei der Steinigung des Stephanus (siehe 26.12.) als Bewacher der abgelegten Kleidungsstücke mit dabei. Im Jahre 35 wurde er nach Damaskus gesandt, um hier gegen die Christen vorzugehen. Doch vor dem Stadttor hatte er ein Erlebnis, das sein ganzes künftiges Leben prägen sollte: Christus erschien ihm als Lichtgestalt und er hörte eine Stimme, die ihn fragte: „Saulus, warum verfolgst du mich?“. Der fanatische Christenhasser war von der Erscheinung, die ihn zu Boden geschleudert hatte, so erschüttert, dass er sein Leben von Grund auf änderte. Er ließ sich taufen, nannte sich von nun an Paulus und wurde ein begeisternder Prediger und sogar in den Kreis der Apostel aufgenommen. Er setzte sich für die Aufnahme von Heidenchristen ein, während andere Apostel anfangs nur Juden für ihre Lehre gewinnen wollten. Erst auf dem Apostelkonzil in Jerusalem (50/51) fiel die Entscheidung, dass alle Menschen Christen werden konnten. - Die Missionsreisen des Paulus waren von großem Erfolg begleitet und trugen, vor allem wegen seiner Bildung, seines Rednertalents und seiner Sprachkenntnisse, unermesslich viel zur Verbreitung des Christentums bei. Im Jahre 61 kam Paulus nach Rom, wo er mit Petrus zusammentraf. Im Jahre 67 wurde er unter Kaiser Nero nach dem Brand Roms (ein zweites Mal) gefangen genommen, zum Tode verurteilt und, weil er römischer Bürger war, „nur“ enthauptet. Paulus ist Patron der katholischen Presse, der Arbeiterinnen, der Theologen, Seelsorger, Weber, Teppichweber, Sattler, Korbmacher sowie Schutzheiliger gegen Ohrenkrankheiten, Krämpfe, Angst und Schlangenbiss

Petrus (Peter), der "Apostelfürst", trug ursprünglich den Namen Simon. Er lebte mit seiner Familie zu Kapharnaum am See Genesareth, wo er sich als Fischer seinen Lebens-unterhalt verdiente. Gemeinsam mit seinem Bruder Andreas wurde er von Jesus zum Jünger berufen: "Du bist Petrus, das heißt Fels, und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen." - Wegen dieser Worte wurde Simon Petrus später als Nachfolger und Stellvertreter Christi angesehen. Unter den Aposteln nahm er bald eine Sonderstellung ein. Er war immer in unmittelbarer Nähe des Herrn. Dreimal verleugnete er aus Angst in der Leidensnacht seinen Meister, bereute es aber bitterlich. Nach Jesu Tod und Auferstehung nahm Petrus die ersten Heiden (d.s. Anhänger eines Mehrgottglaubens) in die Kirche auf (anfangs waren die Anhänger Christi fast ausschließlich Juden), vollbrachte Wunder und unternahm zahlreiche Missionsreisen. In Antiochia und in Kleinasien waren ihm die ersten großen Missionserfolge beschieden. Im Jahr 50 leitete Petrus das erste Apostelkonzil. Jahre später, vor dem Jahr 64, kam er nach Rom, um auch in der Hauptstadt des Weltreiches das Evangelium zu verkünden, musste aber hier die erste Christenverfolgung miterleben. Kaiser Nero, ein größenwahnsinniger Psychopath, hatte im Jahr 64 Rom anzünden lassen und dazu sehr stimmungsvoll, sich selbst mit einer Harfe begleitend, das Lied vom Brand von Troja vorgetragen. Um den Verdacht von sich abzulenken, bezichtigte Nero die Christen der Brandstiftung. Wie zahllose andere Christen wurde auch Petrus gefangengenommen und zum Tode verurteilt. Mit dem Kopf nach unten, wurde der "Apostelfürst" ans Kreuz geschlagen. Über seinem Grab wurde später der Petersdom errichtet.

Bauernregel:

  • Regnet's an Peter und Paul, wird des Winzers Ernte faul.
  • Peter und Paul hell und klar, bringen ein recht gutes Jahr.

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