Adelheid, 16. Dezember

Information:

Adelheid, die spätere Kaiserin, war eine Prinzessin von Burgund und wurde mit 16 Jahren König Lothar von Italien angetraut. Trotz ihrer Jugend wurde die Königin bald zum Vorbild für andere Frauen. Sie scheute nicht davor zurück, sich auch um die Geringsten der Gesellschaft zu bemühen, war besorgt um das Wohl der Armen, spendete Geld und Trost, wo immer sie konnte. Doch schon mit 19 wurde Adelheid Witwe. Markgraf Berengar von Friaul, dessen Sohn sie die Ehe verweigerte, nahm sie gefangen und ließ sie in den Kerker werfen. Mit Hilfe ihres Kaplans konnte sie mit ihrem kleinen Töchterchen Emma, das man ihr im Gefängnis gelassen hatte, entfliehen. Der deutsche König und spätere Kaiser Otto I., war auf das Schicksal der jungen Witwe aufmerksam geworden. Er wies Berengar in die Schranken und heiratete ein Jahr später die 20jährige Königin von Italien. 962 wurde Adelheid an der Seite ihres Mannes in Rom vom Papst zur Kaiserin gekrönt. In der Folgezeit wurde Kaiserin Adelheid zur Förderin der Reform von Cluny und stattete kirchliche Einrichtungen großzügig aus. Als ihr Sohn Otto II. und dessen Gemahlin, die byzantinische Prinzessin Theophanu, gestorben waren, führte die intelligente, gebildete und besonnene Frau erfolgreich die Regentschaft für ihren minderjährigen Enkel Otto III. Am 16. Dezember 999 starb Adelheid, die sich ebenso überzeugend als Politikerin wie als gütige, sozial denkende Landesmutter erwiesen hatte, im Kloster Selz im Elsaß.

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