Vitus, 15. Juni

Information:

Vitus (Veit), der „Kind-Heilige“ zählt zu den volkstümlichsten Heiligen der katholischen Kirche. Im Mittelalter wurde er in den Kreis der 14 Nothelfer aufgenommen. Zahlreiche Kirchen tragen seinen Namen, die berühmteste ist wohl der Veitsdom in Prag, wo Reliquien des Nothelfers aufbewahrt werden. Vitus, so wird überliefert, wurde ohne Wissen des Vaters von seiner Amme Crescentia und seinem Lehrer Modestus christlich erzogen. Er war noch ein Kind, als im Jahre 304 die Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian auch seine Heimat Sizilien erreichten. Als der erzürnte Vater erfuhr, dass sein Sohn ein Christ war, befahl er ihm unter Drohungen und Schlägen, diesem Glauben abzuschwören. Doch der Junge floh mit seiner Amme und seinem Lehrer nach Lucanien auf das italienische Festland, wo sie sich einige Zeit versteckt halten konnten. Schließlich wurden die Flüchtlinge aber entdeckt. Die Legende erzählt, die drei christlichen Bekenner seien nach Rom gebracht und dem Kaiser persönlich vorgeführt worden. Der Christenknabe Vitus habe noch Diokletians Sohn von der Epilepsie geheilt, doch trotzdem seien er und seine Begleiter in einen Kessel mit siedendem Öl geworfen worden, dem sie aber unversehrt entstiegen. Daraufhin habe sie der vor Wut rasende Kaiser selber enthauptet.

Bauernregel:

  • Ist zu St. Veit der Himmel klar, dann gibt‘s gewiss ein gutes Jahr.
  • Oh heiliger St. Veit regne nicht, damit es uns nicht an Gerste gebricht!
  • Nach Sankt Veit wendet sich die Zeit. Alles geht auf die andere Seit’.

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