Standpunkt: PrognosenWetterprognosen erstellen
DruckenAn den nachfolgenden Ausführungen können Sie Ihre eigene lokale Winterprognose auf ganzheitlicher Basis erstellen. Sie werden sehen, dass auch Sie den Wetterfröschen durchaus die Hand reichen können!! Wann sprechen wir von einem milden oder harten Winter?
Normaler Winter:
Wenn die nach oben oder unten abweichende Lufttemperatur unter 1,5°C vom langjährigen Mittel bleibt, spricht man von einem normalen (atlantischen) Winter. Das bedeutet mild-feuchtes Westwetter, Schnee erst oberhalb 500 - 1000 Meter, mehrmonatige anhaltende Schneedecke erst oberhalb 1000 - 1200 Meter - im Flachland sind größere Schneemengen die Ausnahme, häufiger ruhiges Hochdruckwetter - im Flachland und in Niederungen Kälte, Dunst, Hochnebel, im Bergland sonnig.

Strenger Winter:
Wenn die nach unten abweichende Lufttemperatur über 1,5°C vom langjährigen Mittel kommt, spricht man von einem strengen (sibirischen) Winter. Die charakteristischen Anzeichen eines strengen Winters sind ab Anfang Oktober lang anhaltende Hochdrucklage, erst ab ca. 10. Dezember Temperatursturz, "Weihnachtstauwetter", ab Anfang Januar Kaltluft aus Nord, Mitte Januar bis Mitte März öfter kontinentale kalte trockene Luft.
Milder Winter:
Wenn die nach oben abweichende Lufttemperatur über 1,5°C vom langjährigen Mittel kommt, spricht man von einem milden Winter. Seine charakteristischen Anzeichen sind Ende November Kaltlufteinbruch, Schnee bis ins Flachland möglich, häufige Westwetterlage (mild), Temperaturanstieg meist um Jahreswechsel ("Silvestertauwetter"), Januar und Februar selten Frostwetter, im März ist der Winter vorbei.
Weiße Weihnachten
meteorologisch:
Weiße Weihnachten erleben wir statistisch nur alle 7, in niederen Lagen noch nicht einmal alle 8 Jahre. Liegt Anfang Dezember eine geschlossene Schneedecke, sind die Chancen auf weiße Weihnachten recht hoch.
Hinweise auf einen strengen oder langen Winter
meteorologisch:
Mit einer Wahrscheinlichkeit von immerhin 60 % folgt nach einem warmen Jakobitag (25. Juli) ein durchschnittlich zu kalter Januar.
Ist der Oktober um den 18. zu warm, so wird der Januar meist sehr kalt. Wenn gegen Mitte Oktober die Witterung zu warm ist, so wird der Januar meist sehr kalt. Ein kalter Januar ist statistisch auch dann, wenn der Oktober durchschnittlich l,5 bis 2 Grad zu warm und trocken war. Einem sehr kalten Januar folgt häufig ein sehr kalter Februar, und umgekehrt bei zu milder Witterung. Auf trocknen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar Sind die Tage Anfang Februar sonnig, so wird der Winter in 6 von 10 Jahren im Februar, und in 7 von 10 Jahren bis März häufig kalt (Hochdruckeinfluß mit trocken-kalter Festlandsluft aus den Osten).
im Tierreich:
im Pflanzenreich:
Hinweise auf einen milden Winter
meteorologisch:
Nach einem zu warmen August folgt recht häufig ein zu milder Februar. Wie der August war, wird der künftige Februar. August entspricht dem Februar, wie der Juni dem Dezember. Ein milder Winter ist zu erwarten, wenn der September zu warm war und wenn es dann um Monatsende herum geregnet hat.
Gab es im Oktober auch in mittleren bis niederen Lagen schon Schneefall, so wird der Winter zu mild werden.
Gibt es im ersten Drittel des Novembers viele Frosttage, so ist häufig die Zahl der Regentage im Januar überdurchschnittlich hoch bzw. es gibt sehr wenig Schneefalltage (folglich relativ milde Witterung). War der November wolkenarm, so folgt in 7 von 10 Jahren ein wolkenreicher, milder Januar. Ein wahrscheinlich milder Hochwinter folgt, wenn die Witterung zwischen dem 24.12. und 6. 1. an mindestens 7 Tagen mild war. Wenn bis Dreikönigstag kein Winter ist, kommt keiner mehr, nach dieser Frist. Nach einem sehr milden ersten Dezemberdrittel folgt meist ein milder Hochwinter. Ist der Februar allgemein zu nass, so tendiert es nicht selten zu einem insgesamt niederschlagsreichen Jahr
im Tierreich:
im Pflanzenreich:
Tipp: Weitere Wettervorhersagen finden Sie im
100jährigen Kalender.
100jährigen Kalender.






