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Standpunkt: Hundstage


Die Hundstage (23. Juli - 24. August)
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Mit Schatten suchenden Vierbeinern haben die Hundstage im Hochsommer nur indirekt zu tun: "Hundstage" ist die Bezeichnung für eine Schönwetterperiode, die nach dem Hundsstern Sirius, der Anfang August mit der Sonne auf- und untergeht, benannt wurde. Sie hat sich im Lauf der Jahrhunderte etwas verschoben, denn heute liegen sie meist schon in der Julimitte. Während des Zeitraums der Hundstage liegt in der Regel ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, welches sehr heißes Wetter mit sich bringt und sie zu den heißesten Tagen des Jahres macht.

Die Hundstage gehen bis auf das alte Ägypten im 2. Jahrtausend v. Chr. zurück und bezeichneten dort die "Rückkehr" des Fixsterns Sirius, Hauptstern im Sternbild Großer Hund, an den Morgenhimmel. Sie sind daher ursprünglich keine meteorologische Singularität, sondern ein astronomisches Ereignis. Nachdem Sirius zuvor wochenlang unsichtbar mit der Sonne am Tageshimmel stand, konnte er an den Ufern des Nils gegen Ende der ersten Julidekade erstmals in der sich erhebenden Morgendämmerung wieder erspäht werden. Das gleiche Ereignis wurde später von den Griechen als "heliakischer Aufgang" bezeichnet, was so viel wie "mit der Sonne" bedeutet.


Allgemein glaubt man, Sirius ist für die Hitze verantwortlich. Das ist aber ein Irrtum. Lediglich fällt der Aufgang des Sirius mit der Sonne zusammen. So erkannten bereits die alten Griechen klar, dass Sirius nicht die Ursache der sommerlichen Hitze ist, sondern dass der Hauptstern des Großen Hundes rein zufällig in der heißesten Jahreszeit mit der Sonne aufgeht.

Die Dauer der Hundstage erklärt sich übrigens - damals wie heute - durch die Tatsache, dass vom ersten Auftauchen des Sirius in der Morgendämmerung bis zum vollständigen Erscheinen des gesamten Sternbilds rund ein Monat vergeht. Denn die meisten anderen Sterne des Großen Hunds werden zu diesem Zeitpunkt vom Licht der Sonne noch überstrahlt oder sind teils noch gar nicht aufgegangen. Erst rund ein Monat nach der Wiederkehr des Sirius ist der Abstand zwischen der Sonne und dem Sternbild in seiner Gesamtheit groß genug, dass auch alle Sterne des Großen Hunds, also auch die lichtschwächeren Hundssterne, am Morgenhimmel vor dem Sonnenaufgang sichtbar sind.

Heute erscheint Sirius am östlichen Morgenhimmel nicht mehr zeitgleich mit den nach ihm benannten Hitzetagen, sondern erst Ende August. Astronomen haben ausgerechnet, dass der heliakische Aufgang von Sirius in 10000 Jahren sogar erst im Januar sichtbar sein wird – astronomisch gesehen würden die »Hundstage« dann in den tiefsten Winter fallen.

Heisse Hundstage prophezeien einen kalten Winter.
Was die Hundstage giessen, muss die Traube büssen.
Hundstage heiss, Winter lange weiss.
Hundstage hell und klar, zeigen ein gutes Jahr.
Wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht, so wird`s bleiben, bis er untergeht.
Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein.
Wenn die Hundstage Regen bereiten, kommen alsbald magere Zeiten.
Hundstage heiß, bringen dem Bauern viel Schweiß.
Wie die Hundstage eingehen (23.7.), so gehen sie aus (24.8.).


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